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Meine Gedanken zu mehr als 30 Jahren Vereinsarbeit.
Nun ist es endlich so weit. Ich habe am Anfang des Jahres angekündigt, dass ich zu den Sommerferien mein Amt als „Musikalischer Leiter“ in andere Hände geben werde.Jetzt wo der Zeitpunkt da ist, beschleicht mich nach all` den Jahren schon ein seltsames Gefühl und es ist Zeit, einmal kurz Rückschau zu halten.Meine Ausbildung habe ich 1975 bei Günter Hortmann begonnen und hatte somit zum 50-jährigen Jubiläum 1977 meinen ersten öffentlichen Auftritt.
In den nächsten Jahren fingen wir an, unseren Verein komplett auf das Spiel nach Noten umzustellen, was aus heutiger Sicht das einzig richtige war.Wir besuchten Lehrgänge des Landesverbandes NRW und es wurden die ersten Alt- und Tenorflöten angeschafft.
1983 wurde ich auf der Generalversammlung für das Amt des Tambourmajors vorgeschlagen und habe ohne lange zu überlegen zugestimmt. Gleichzeitig fing ich aber auch an, die wöchentlichen Proben zu leiten. Dies war nur möglich, weil ich trotz meines damals jungen Alters von allen akzeptiert wurde.
1984 erlernte Wolfgang Hortmann bei uns im Verein das Trommelspielen und übernahm schon nach kurzer Zeit die Leitung der Trommelausbildung.Mit ihm hatte ich einen Partner gefunden, der mit mir im Verein den Aufbau der konzertanten Musik weiter voran bringen wollte.
Das alles brauchte seine Zeit und mir war klar, dass wir uns erst mal ein Publikum für unser „Bühnenspiel“ suchen mussten.Es war vor allem Udo Rehmann, der im Laufe der Jahre viele Lembecker und andere Freunde des Vereins als passive Mitarbeiter für unseren Verein gewinne konnte.Ende der achtziger Jahre hatte ich die Idee, mit einer Vereinszeitschrift (wir nannten sie Info) unsere passiven Mitglieder über die Aktivitäten in unserem Verein zu informieren um so den Kontakt noch besser zu pflegen.
1990 konnten wir dann erstmals kurz vor Weihnachten einen Passivennachmittag im Pfarrheim veranstalten und unsere passiven Mitglieder waren damals wie heute ein wunderbares und dankbares Publikum.Parallel lief unsere Jugendausbildung weiter und die Nachwuchsspieler besuchten fleißig Lehrgänge beim Landesverband NRW. Es gingen die ersten eigenen Ausbilder aus unserem Verein hervor, die mich tatkräftig unter-stützten.
In den Folgejahren besuchten wir einige Wettstreite und Freundschafstreffen und kamen so musikalisch ganz gut voran. Für die immer anspruchsvoller werdenden Musikstücke wurden Schlagzeug sowie Percussioninstrumente angeschafft und brachten uns neue Möglichkeiten.Zu unserem 70-jähirgen Jubiläum im Jahre 1997 hatten wir erstmals die Idee, unter dem Motto Spielmannsmusik damals und heute ein kleines Konzert im Festzelt zu veranstalten.Dieser Abend war ein toller Erfolg und Dozenten aus dem Landesverband wurden auf uns aufmerksam.
Wir bekamen eine Einladung zum Musikwettbewerb in Essen und unsere Freunde von der Blaskapelle Reken luden uns zu einem Gastspiel beim Frühjahrskonzert ein. Wir hatten Bühnenluft geschnuppert und so veranstalteten wir bald unsere ersten „Musikalischen Nachmittage“ in der Sport- und Kulturhalle. Die Flötenbesetzung war im Laufe der Jahre auf über 35 Spieler angewachsen. Die einzelnen Stimmen von der1. bis 3. Sopran und vor allem unsere Alt- und Tenorflötenbesetzung verhalfen dem Verein zu einer ganz neuen Klangfarbe, die viel harmonischer und ausgeglichener war als in früheren Zeiten.
Durch den Einsatz von Sarah Nottebohm gelang es uns sogar ,dass der Landesverband NRW und wir als Ausrichter einige Lehrgänge mit fast 100 Teilnehmern in Lembeck ausrichten konnten.So bekamen wir Kontakt zu geschulten Musikdozenten, die uns nun seit einigen Jahren bei der Ausbildungsarbeit fachlich versiert unterstützen.
In all den Jahren war es mein Traum, einmal einen kompletten Konzertabend zu veranstalten. Zu unserem 80-jährigen Jubiläum im April 2007 war es dann so weit und mir war klar, dass es nicht einfach sein würde, mit unserem Musikrepertoire alleine ein zweistündiges Programm auf die Beine zu stellen.Damals kam mir die Idee, das Musikprogramm mit einem „Showkünstler“ aufzulockern. Ich konnte den Zauberer Matthias Rauch für unsere Veranstaltung gewinnen und kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass unser Jubiläum ein Riesenerfolg war.Alle waren danach der Meinung, dass man so etwas bald wiederholen muss und so veranstalteten wir am 10.Januar 2009 unseren zweiten Konzertabend, diesmal mit dem Entertainer Werner Rauch.
Im Laufe der letzten Zeit habe ich erkannt, dass die Ausbildungsarbeit der letzten Jahre ihre Früchte trägt und der musikalische Leistungsstand das Ziel erreicht hat, welches ich mir in all den Jahren gesetzt hatte.Der Wechsel in der musikalischen Leitung wird mit Sicherheit neue Kräfte freisetzen und für den Verein positive Aspekte bringen. Das ist wie im Fußball, wo man auch mal einen neuen Trainer mit neuen Ideen und neuem Schwung braucht.
Zum Schluß wünsche ich meiner Nachfolgerin Eva Pellmann alles erdenklich Gute und dem gesamten Verein für die Zukunft weiterhin so viel Erfolg, wie in den letzten Jahren.
Ich freue mich schon darauf, wieder mal zwischen allen Flötisten zu sitzen und werde wohl mein neues Zuhause bei der 3. Stimme haben.
Ich möchte diese Zeilen aber nicht beenden, ohne auch mal „Danke“ zu sagen.
Danke an:
Günter Hortmann für die gute Grundausbildung
- Alle Seniorspieler mit dem damaligen 1.Vorsitzenden Theo Evers, die mir von Anfang an vertrauten und den Weg für den musikalischen Werdegang frei gemacht haben.
- Erich Stollbrink, meinem musikalischen „Ziehvater“,für seine große Unterstützung
- Wolfgang Hortmann, unserem Trommelausbilder, der es mit mir nicht immer leicht hatte und doch nie aufgegeben hat.
- Alle Nachwuchsausbilder, die in all` den Jahren unseren Nachwuchs vorbereitet haben und ohne deren Einsatz wir nicht da wären, wo wie heute sind.
- Alle unsere Zuhörer und vor allem passiven Mitglieder, die immer wieder unsere Konzerte besuchen und uns so für die oft harte Probenarbeit mit ihrem Applaus belohnen.
- Unserem Vorstand für die schöne Verabschiedung beim Schützenfest und den Abschiedsgeschenken.
- Alle Musiker, die mir bei den vielen Proben und Auftritten immer wieder ihr Vertrauen geschenkt haben . Ich werde es mit Sicherheit vermissen, als Dirigent in eure doch so konzentrierten sowie notenversunkenen Gesichter zu schauen und dennoch hier und da ein Lächeln von euch zurück zu bekommen.
- Ihr seid die wichtigsten Menschen in unserem Verein.
- Günter Brüggemann
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