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Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck e.V.

Unser Musikalischer Leiter Günter Brüggemann gibt den Taktstock in jüngere Hände!

 Günter Brüggemann

Spielmannszug Grün Weiß Lembeck verabschiedet seinen Dirigent und Musikalischen Leiter

                                       Günter Brüggemann.

In einer kleinen Feierstunde während des Lembecker Schützenfestes verabschiedete der Spielmannszug Grün Weiß Lembeck Günter Brüggemann als langjährigen Dirigenten und Musikalischen Leiter.Als Günter Brüggemann Anfang des Jahres den Verein über seine Entscheidung, den Taktstock nach über 25 Jahren niederzulegen, informierte, waren erst mal alle im Verein geschockt. In seiner Laufbahn im Verein, 30 Jahre aktiver Flötist, 25 Jahre Dirigent/ Tambourmajor , Musikalischer Leiter,  Ausbildungsleiter,  Konzertplaner usw. da wurde jedem Zuhörer bei der Rede des ersten Vorsitzenden Thomas Lensen erst einmal bewusst was Günter alles für den Verein gemacht hat.Durch seinen hervorragenden Einsatz wurde die Jugendausbildung im Verein stark vorangetrieben und jedes Konzert zum unvergessenen Highlight. Er hat jedes Jahr den Vorstand und den ganzen Verein durch seine Ideen überzeugt und mit bekannten Persönlichkeiten wie z.B. den Magier Mathias Rauch das jährliche Konzert zum unvergessenen Erlebnis werden lassen."Obwohl wir dir vor manch einem Konzert oder Auftritt die ein oder andere schlaflose Nacht breitet haben, überwiegen hoffentlich doch mehr die schönen Stunden und Momente die du mit uns verbracht hast und in Zukunft hoffentlich auch noch weiter mit uns zusammen verbringen wirst", sagte Thomas Lensen in seiner Rede.Den Taktstock übergab Günter Brüggemann an seine Nachfolgerin Eva Pellmann. Sie übernimmt die musikalische Leitung im Verein. Ihr zur Seite stehen noch die Externe Ausbilderin Tanja Röber und der Trommlerausbilder Wolfgang Hortmann sowie weitere Ausbilder aus den eigenen Reihen.

Zeitungsbericht vom 17.Juni 2009

Meine Gedanken zu mehr als 30 Jahren Vereinsarbeit.

Nun ist es endlich so weit. Ich habe am Anfang des Jahres angekündigt, dass ich zu den Sommerferien mein Amt als „Musikalischer Leiter“ in andere Hände geben werde.Jetzt wo der Zeitpunkt da ist, beschleicht mich nach all` den Jahren schon ein seltsames Gefühl und es ist Zeit, einmal kurz Rückschau zu halten.Meine Ausbildung habe ich 1975 bei Günter Hortmann begonnen und hatte somit zum 50-jährigen Jubiläum 1977 meinen ersten öffentlichen Auftritt.

In den nächsten Jahren fingen wir an, unseren Verein komplett auf  das Spiel nach Noten umzustellen, was aus heutiger Sicht das einzig richtige war.Wir besuchten Lehrgänge des Landesverbandes NRW und es wurden die ersten Alt- und Tenorflöten angeschafft.

1983 wurde ich auf der Generalversammlung für das Amt des Tambourmajors vorgeschlagen und habe ohne lange zu überlegen zugestimmt. Gleichzeitig fing ich aber auch an, die wöchentlichen Proben zu leiten. Dies war nur möglich, weil ich trotz meines damals jungen Alters von allen akzeptiert wurde.

1984 erlernte Wolfgang Hortmann bei uns im Verein das Trommelspielen und übernahm schon nach kurzer Zeit die Leitung der Trommelausbildung.Mit ihm hatte ich einen Partner gefunden, der mit mir im Verein den Aufbau der konzertanten Musik weiter voran bringen wollte.

Das alles brauchte seine Zeit und mir war klar, dass wir uns erst mal ein Publikum für unser „Bühnenspiel“ suchen mussten.Es war vor allem Udo Rehmann, der im Laufe der Jahre viele Lembecker und andere Freunde des Vereins als passive Mitarbeiter für unseren Verein gewinne konnte.Ende der achtziger Jahre hatte ich die Idee, mit einer Vereinszeitschrift (wir nannten sie Info) unsere passiven Mitglieder über die Aktivitäten in unserem Verein zu informieren um so den Kontakt noch besser zu pflegen.

1990 konnten wir dann erstmals kurz vor Weihnachten einen Passivennachmittag im Pfarrheim veranstalten und unsere passiven Mitglieder waren damals wie heute ein wunderbares und dankbares Publikum.Parallel lief unsere Jugendausbildung weiter und die Nachwuchsspieler besuchten fleißig Lehrgänge beim Landesverband NRW. Es gingen die ersten eigenen Ausbilder aus unserem Verein hervor, die mich tatkräftig unter-stützten.

In den Folgejahren besuchten wir einige Wettstreite und Freundschafstreffen und kamen so musikalisch ganz gut voran. Für die immer anspruchsvoller werdenden Musikstücke wurden Schlagzeug sowie Percussioninstrumente angeschafft und brachten uns  neue Möglichkeiten.Zu unserem 70-jähirgen Jubiläum im Jahre 1997 hatten wir erstmals die Idee, unter dem Motto Spielmannsmusik damals und heute ein kleines Konzert im Festzelt zu veranstalten.Dieser Abend war ein toller Erfolg und Dozenten aus dem Landesverband wurden auf uns aufmerksam.

Wir bekamen eine Einladung zum Musikwettbewerb in Essen und unsere Freunde von der Blaskapelle Reken luden uns zu einem Gastspiel beim Frühjahrskonzert ein. Wir hatten Bühnenluft geschnuppert und so veranstalteten wir bald unsere ersten „Musikalischen Nachmittage“ in der Sport- und Kulturhalle. Die Flötenbesetzung war im Laufe der Jahre auf über 35 Spieler angewachsen. Die einzelnen Stimmen von der1. bis 3. Sopran und vor allem unsere Alt- und Tenorflötenbesetzung verhalfen dem Verein zu einer ganz neuen Klangfarbe, die viel harmonischer und ausgeglichener war als in früheren Zeiten.

Durch den Einsatz von Sarah Nottebohm gelang es uns sogar ,dass der Landesverband NRW und wir als Ausrichter einige Lehrgänge mit fast 100 Teilnehmern in Lembeck ausrichten konnten.So bekamen wir Kontakt zu geschulten Musikdozenten, die uns nun seit einigen Jahren bei der Ausbildungsarbeit fachlich versiert unterstützen.

In all den Jahren war es mein Traum, einmal einen kompletten Konzertabend zu veranstalten. Zu unserem 80-jährigen Jubiläum im April 2007 war es dann so weit und mir war klar, dass es nicht einfach sein würde, mit unserem Musikrepertoire alleine ein zweistündiges Programm auf die Beine zu stellen.Damals kam mir die Idee,  das Musikprogramm mit einem „Showkünstler“ aufzulockern. Ich konnte den Zauberer Matthias Rauch für unsere Veranstaltung gewinnen und  kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass unser Jubiläum ein Riesenerfolg war.Alle waren danach der Meinung, dass man so etwas bald wiederholen muss und so veranstalteten wir am 10.Januar 2009 unseren zweiten Konzertabend, diesmal mit dem Entertainer Werner Rauch. 

Im Laufe der letzten Zeit habe ich erkannt, dass die Ausbildungsarbeit der letzten Jahre ihre Früchte trägt und der musikalische Leistungsstand das Ziel erreicht hat, welches ich mir in all den Jahren gesetzt hatte.Der Wechsel in der musikalischen Leitung wird mit Sicherheit neue Kräfte freisetzen und für den Verein positive Aspekte bringen. Das ist wie im Fußball, wo man auch mal einen neuen Trainer mit neuen Ideen und neuem Schwung braucht.

Zum Schluß wünsche ich meiner Nachfolgerin Eva Pellmann alles erdenklich Gute und dem gesamten Verein für die Zukunft weiterhin so viel Erfolg, wie in den letzten Jahren.

Ich freue mich schon darauf, wieder mal zwischen allen Flötisten zu sitzen und werde wohl mein neues Zuhause bei der 3. Stimme haben.

Ich möchte diese Zeilen aber nicht beenden, ohne auch mal „Danke“ zu sagen.

Danke an:

Günter Hortmann für die gute Grundausbildung

  • Alle Seniorspieler mit dem damaligen 1.Vorsitzenden Theo Evers, die mir von Anfang an vertrauten und den Weg für den musikalischen Werdegang frei gemacht haben.
  • Erich Stollbrink, meinem musikalischen „Ziehvater“,für seine große Unterstützung
  • Wolfgang Hortmann, unserem Trommelausbilder, der es mit mir nicht immer leicht hatte und doch nie aufgegeben hat.
  • Alle Nachwuchsausbilder, die in all` den Jahren unseren Nachwuchs vorbereitet haben und ohne deren Einsatz wir nicht da wären, wo wie heute sind.
  • Alle unsere Zuhörer und vor allem passiven Mitglieder, die immer wieder unsere Konzerte besuchen und uns so für die oft harte Probenarbeit mit ihrem Applaus belohnen.
  • Unserem Vorstand für die schöne Verabschiedung beim Schützenfest und den Abschiedsgeschenken.
  • Alle Musiker, die mir bei den vielen Proben und Auftritten immer wieder ihr Vertrauen geschenkt haben . Ich werde es mit Sicherheit vermissen, als Dirigent in eure doch so konzentrierten  sowie notenversunkenen Gesichter zu schauen und dennoch hier und da ein Lächeln von euch zurück zu bekommen.
  • Ihr seid die wichtigsten Menschen in unserem Verein.
  • Günter Brüggemann
Eva Pellmann

Eva Pellmann

Meine Gedanken zur Taktstockübergabe

Als Günter Brüggemann Anfang des Jahres angekündigt hat, nach den Sommerferien nicht mehr als „Musikalischer Leiter“ zur Verfügung zu stehen, war ich zunächst überrascht und sogar ein wenig geschockt. Denn nach so vielen Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit und dem gelungenen Konzert im Januar 2009 war Günter als Dirigent gar nicht mehr wegzudenken.

Als Thomas Lensen dann anrief und mich fragte, ob ich mich bereit erklären würde, die musikalische Leitung zu übernehmen, habe ich mir zunächst Bedenkzeit erbeten. Denn mir wurde schnell klar, dass die musikalische Leitung eine große Herausforderung und viel Verantwortung mit sich bringt. Darüber hinaus ist auch ein hoher zeitlicher Einsatz erforderlich, denn neben der Gestaltung sämtlicher Proben fallen viele weitere „unsichtbare“ Arbeiten an. Da ich beruflich und privat immer sehr ausgelastet bin und auch bereits zwei Jugendgruppen bei mir in der Ausbildung sind, war ich mir anfangs nicht sicher, ob ich noch genügend Zeit für die zusätzlichen Anforderungen aufbringen kann.

Da mir jedoch alle ihre tatkräftige Unterstützung zugesichert haben, habe ich mich entschlossen, das Amt anzunehmen und hoffe nun, dass wir alle gemeinsam den Verein musikalisch weiter entwickeln können.

Die ersten Schritte dazu sind bereits getan. So haben wir bereits die Stücke für das geplante Konzert Anfang 2011 ausgewählt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass wir wie immer eine bunte Mischung aus Konzertstücken, Märschen und Polkas zusammen stellen, damit wir sowohl für jeden Musiker, als auch für jeden Zuhörer etwas ansprechendes bieten können.

Aber auch in diesem Jahr haben wir neben den Konzertvorbereitungen noch ein volles Programm. Bereits im November veranstalten wir unseren Passivennachmittag im Pfarrheim, bei dem wir hoffentlich wieder unsere passiven Mitglieder mit unserer Musik begeistern können. Da sich inzwischen rd. 30 Kinder bei uns in der Ausbildung befinden, werden wir darüber hinaus in diesem Jahr erstmalig auch einen Adventsnachmittag für deren Eltern und Familien veranstalten, der ausschließlich von unserem Nachwuchs gestaltet wird. Ich bin stolz darauf, dass unsere Jugend so einen Nachmittag auf die Beine stellen kann, und unser Nachwuchs probt dafür schon fleißig.

Ferner wurden wir eingeladen, gemeinsam mit dem Männergesangverein sowie der Blaskapelle ein Weihnachtskonzert in der Kirche zu gestalten. Mancher wird sich fragen: „Ein Spielmannszug in der Kirche?“. Ja! Ich freue mich darauf, bei dieser besonderen Gelegenheit in der Kirche zu zeigen, was wir können und zu einem vielseitigen Konzert beitragen zu können.

Es gibt also viel zu tun und ich hoffe, dass wir alle bei den Proben sowie den Auftritten viel Spaß an der gemeinsamen Musik haben werden.

Ich muss sagen, die ersten Auftritte und Proben waren recht ungewohnt für mich (und für Euch sicherlich auch). Ich war viele Jahre lang in der Altstimme zu Hause und kenne mich dort daher sehr gut aus. Nun muss ich jedoch die Augen und Ohren gleichzeitig bei allen Stimmen haben, und das ist bei so vielen Musikern gar nicht so einfach. Aber ich hoffe, dass ich mich schnell einfinde und dass auch ihr Euch auch an mich schnell gewöhnt, so dass sich schon bald alles eingespielt hat.

Für die Zukunft des Spielmannszuges möchte ich gerne:

         wie bisher eine fundierte Jugendausbildung anbieten, denn unsere Jugend ist unsere Zukunft!

  • weiterhin vielfältige Stücke auswählen, damit für jeden das Richtige dabei ist und wir weiterhin regelmäßig zu tollen Konzerten einladen können!
  • den Wurzeln unseres Vereins (inkl. der „Straßenmusik“ auf Schützenfesten) treu bleiben und dabei dennoch auch eine musikalische Weiterentwicklung fest im Blick behalten und voran treiben!
  • möglichst alle Spielkameraden für unseren Weg begeistern und die unterschiedlichen Stärken und Interessen möglichst gut fördern (z.B. durch „Spiel in kleinen Gruppen“ für jew. 2-8 Flöten für diejenigen, die etwas mehr machen wollen und einmal in ganz andere Musikrichtungen hinein schnuppern möchten)!
  • Bereits jetzt bedanken möchte ich mich bei:
  • allen Musikern für Euer Vertrauen und Euren Zuspruch! Nicht nur ich muss mich in die neue Rolle einfinden und stetig dazu lernen, sondern auch ihr müsst Euch umstellen. Vielen Dank bereits im Voraus für Eure Geduld mit mir.
  • Günter Brüggemann dafür, dass er sich nicht vollständig zurück gezogen hat, sondern mir nach wie vor mit Rat und Tat unterstützend zur Seite steht!
  • unseren Ausbildern, insbesondere unserem Trommelausbilder Wolfgang Hortmann, unserer externen Unterstützung Tanja Rödel, unseren Stimmführern sowie unseren Jugendausbildern, die mich bisher prima unterstützen und ohne die eine erfolgreiche Vereinsarbeit nicht denkbar wäre!
  • Eure
  • Eva Pellmann